Forschung auf EU Ebene
Literatur
Zum Ende der Ratspräsidentschaft Deutschlands im Juni 2007 erschien
eine CORDIS Sonderausgabe mit Projektbeispielen unter deutscher
Koordination.
Die Ausgaben gibt es in deutscher und englischer Sprache.
Die BMBF
Publikation "Research at a Glance - The
German Research Landscape" beschreibt auf 30 Seiten die deutsche
Forschungslandschaft mit einigen Projektbeispielen aus dem
Rahmenprogramm.
Für eine Einführung in die EU-Forschungsförderung empfehlen wir die Lektüre des Dokuments "RP7 - die Antworten von morgen beginnen schon heute" (pdf, 1,6 MB).
Aktuell im April 2007: Die deutschsprachige Dokumentation zum 7. Forschungsrahmenprogramm:
http://www.forschungsrahmenprogramm.de/_media/7-EU_FRP.pdf
Geschichte und Gegenwart
Die EU-Forschungsförderung kann bereits auf eine über 20-jährige Geschichte zurückblicken. Für das am 1.1.2007 anlaufende 7. Forschungsrahmenprogramm steht für dessen siebenjährige Laufzeit bis 2013 ein Finanzvolumen von mehr als 50 Mrd. € zur Verfügung - eine erneut deutliche Budgetsteigerung zum Vorgänger.
Entwicklung des RP-Budgets in Euro (Quelle: EU-Büro des BMBF):
-
1984-1987: 3,3 Mrd.
-
1987-1991: 4,4 Mrd.
-
1990-1994: 6,6 Mrd.
-
1994-1998: 13,2 Mrd.
-
1998-2002: 15,0 Mrd.
-
2002-2006: 17,5 Mrd.
-
2007-2013: 50,5 Mrd.
Beteiligung
Prinzipiell steht allen Organisationen - Unternehmen wie
Forschungseinrichtungen - die Teilnahme an Projekten des
Rahmenprogramms offen. Eine Förderung ist in der Regel für Teilnehmer
aus EU-Mitgliedsstaaten und den assoziierten Beitrittsländern
vorbehalten.
Grundsätzlich veröffentlicht die EU europaweit Ausschreibungen -
zumeist zu klar abgegrenzten Themen -, auf die innerhalb einer
gesetzten Frist ein Antrag eingereicht werden muß. Ganz überwiegend ist
europäische Forschungsförderung Verbundforschung, d.h. Beteiligte aus
mehreren Ländern formulieren gemeinsam einen Forschungsantrag.
Ein deutschsprachiger Leitfaden erklärt die Details:
FP7
Antragstellerleitfaden
Projekttypen
Hier herrscht weitgehend Kontinuität. Die aus dem 6. Rahmenprogramm bekannten integrierten Projekte (Integrated Projects) und die strategischen Forschungsprojekte (STREPs) werden fortgeführt - offiziell sind sie unter dem Begriff Kooperationsforschung subsummiert. Gleiches gilt für Koordinations- (früher CA) und unterstützende Projekte (früher SSA), die nun zu CSA (coordinated support action) zusammengefasst werden. Fortgeführt wird des Instrument "Exzellenznetzwerk".
Förderung
Im Vergleich zum 6. Rahmenprogramm gibt es bei der Förderung die größten Änderungen zu verzeichnen: Künftig sollen alle Projektteilnehmer nach dem Vollkostenmodell abrechnen.
Die Förderquoten sind insgesamt erhöht worden. So werden Aktivitäten für Demonstrationsvorhaben künftig mit 50 an Stelle 35% gefördert. Insgesamt variieren die Förderquoten von 50% bis 75% für Forschungsvorhaben (50% für Großunternehmen; KMU und akademische Einreichtungen erhalten bis zu 75% aller Projektkosten) und erreichen bis zu 100% für koordinierende oder unterstützende Projekte. Aktivitäten, die im Rahmen eines Projekts eher Dienstleistungscharakter (Projektmanagement, Training) haben werden vorausichtlich wieder bis zu einer Obergrenze zu 100% finanziert.
Exkurs: Neue Finanzierungsform: RSFF
Unter dem Namen "Risk Sharing Finance Facility" (http://www.eib.org/rsff/index.htm)
haben Europäische Kommission und die Europäische Investitionsbank (EIB)
gemeinsam die Finanzierungsfaziltät mit Risikoteilung (RSFF)
eingerichtet. 
Weiterführende Informationen
CORDIS ist das Portal zu allen Fragen der EU-Forschungsförderung mit vorwiegend englisch-sprachigen Informationen: http://cordis.europa.eu/fp7/home_en.html. Dort finden Sie u.a. eine Beschreibung der aktuellen Themen, der Projekttypen und Beteiligunsgregeln und alle Ausschreibungen.
Die Seiten des EU-Büros des BMBF bieten umfassende Informationen in deutscher Sprache, u.a. mit einer Übersicht zu den deutschen Beratungsstellen (Nationale Kontaktstellen): http://www.forschungsrahmenprogramm.de/
